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Bericht von Thomas Krämer vom Schönaicher Anzeiger

Zwischen Stuttgart, Berlin und Afrika

Jubiläums-Männervesper mit Rudolf Decker

Silbernes Jubiläum beim Schönaicher Männervesper. Zum 25. Mal traf sich der Kreis am Donnerstag vergangener. Der ehemalige Landtagsabgeordnete Rudolf Decker berichtete dabei über das Gebetsfrühstück der Politiker und seine Arbeit in Afrika.

Es war ein silbernes Jubiläum, auf das Werner Rebmann am vergangenen Donnerstag zurückblicken konnte. Zum 25. Mal trafen sich Schönaicher sowie ihre Gäste (in diesem Fall sogar aus Indonesien) zum Männervesper. „Wir wollen Brücken bauen zwischen Konfessionen und auch zu den Menschen, die ansonsten Schwierigkeiten haben, eine Kirchenschwelle zu übertreten“, so Rebmann.

Rund 100 Männer wollten in der voll besetzten Gaststätte Sulzbachtal den Vortrag des ehemaligen CDU-Landtagsabgeordneten Rudolf Decker hören. Der Mittsiebziger saß 24 Jahre lang im baden-württembergischen Landtag und schied 1992 aus. Zu Beginn seiner politischen Karriere war er Gemeinderat in Böblingen, bevor er in der Schönaicher Pfefferburg zum Landtagskandidaten auserkoren wurde. „Ich habe“, sagte Decker in diesem Zusammenhang, „eine entscheidende Schönaicher Wurzel“.

Frieden und Verständigung begleiten den überzeugten Christen durch sein gesamtes politisches Leben. Auf einer USA-Reise im Jahr 1979 besuchte er ein „National Prayer Breakfest“ und brachte diese Idee in den Landtag nach Stuttgart mit. „Eine verrückte Idee, die nicht so leicht umzusetzen war“, erzählte Decker. Doch drei Leute aus der eigenen Fraktion konnte er begeistern, zudem auch Abgeordnete aus anderen Fraktionen. Zwei Jahre später exportiere er diese Idee nach Bonn, wo sich alle vier Wochen Abgeordnete unterschiedlichster politischer Couleur zum gemeinsamen Beten und Frühstücken trafen. Diese Veranstaltung ist nach wie vor ein Termin im Kalender einiger Abgeordneter. „Während der Sitzungsperioden kommen regelmäßig 20 bis 30 Politiker zusammen“, so Decker.

Doch das Gebetsfrühstück war nur eines der beiden Themen, über die Decker berichtete. Das andere Faible hegt der „Schwarze“ für den schwarzen Kontinent. „Anfang der 80er-Jahre war ich zum ersten Mal mit Erwin Teufel in Afrika“, berichtete Decker. Dort herrschte ein wesentlich größeres religiöses Interesse als in Deutschland, stellte er damals fest. Auch dort konnte er die Idee des Gebetsfrühstücks erfolgreich vorbringen. Kürzlich war Decker zum 81. Mal in Afrika, kennt die Herrscher in den verschiedenen Staaten, wie er durchblicken ließ. „Hin und wieder werde ich gerufen, wenn es um Vermittlung geht“, berichtete er aus seinem heutigen Alltag.

Sein Wirken stellt Decker unter das Motto „Verantwortung vor Gott und den Menschen“. Wichtig sind für ihn dabei die Zehn Gebote und die Bergpredigt – und Jesus. „Das ist“, so der CDU-Politiker, „eine weltweit einsetzbare Waffe.

Diese nutzt er auch an dem Abend in Schönaich und bat zum Abschluss um Gottes Segen für Horst Köhler und Angela Merkel. (tk)

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